Husum hin und zurück

Dieses Wochenende soll nun die Alltagstauglichkeit des Elektroautos getestet werden. Schon lange vorher haben wir uns ein Ziel ausgesucht und haben uns für Husum entschieden. Die Entfernung wurde mit 132 km angeben, das schaffen wir gut mit einer Akkuladung. Dann galt es Ladestationen zu finden. Hier erschien uns die der Stadtwerke am Binnenhafen gut geeignet. Es war klar, ohne zu laden kommen wir nicht nach Hause. Die Bezahlung würde mit unserer NewMotion Karte klappen, aber wie ist der Andrang? Also telefonierte ich kurz mit den Stadtwerken, die Mitarbeiterin berichtete, dass die Nutzung gering sei, allerdings sind die Ladepunkte oft von Fremdparkern blockiert. So machte sich doch eine gewisse Nervosität breit was uns erwartet.

Meine Frau fuhr das erste Stück und es machte ihr Spaß. Wir erreichten die Autobahn und pendelten uns bei einer Reisegeschwindigkeit von gut 120 km/h ein. Bei reiner Autobahnfahrt steigt der Energieverbrauch etwas. Die Reichweite nahm auf der Landstraße nahm weniger ab als die gefahrenen km. In Summe passte die Distanz und Reichweite. 

Am Binnenhafen hatten wir Glück und es war nur Säule zu geparkt. Also Kabel raus, dieses ließ sich erst anschließen nachdem wir das Auto gewendet hatten. Karte vor den Leser gehalten und die Ladung beginnt. 

Wir begeben uns auf Sightseeingtour bei nordischem Wetter.  Erst einen heißen Kakao und dann über den Markt nebst Platz zu Loof. Wir bestellen 2 Krabbenbrote mit Spiegelei und lassen dafür gut 40€ über den Tresen gehen. Naja Delikatessen haben ihren Preis.

Wir sind neugierig was unsere Ladeaktion gebracht hat und gehen zum Auto. Wir haben in 1 3/4 Stunden 13 kWh geladen für 3,23 € und die Reichweite wird mit 170 km angegeben. Also starten wir gen Heimat.

Schon nach kurzer Zeit meldet sich das Navi, die elektrische Energie wird nicht reichen bis zum Ziel. Gleichzeitig werden Lademöglich-keiten angeboten die auf dem Weg liegen. Da wir noch einige km vor uns haben entscheide ich mich für den Modus eco plus pro. Hiermit wird der Stromverbrauch minimiert und das Auto fährt dabei auch nur 90 kmh und beschleunigt weniger. Das trübt den Fahrspaß und läßt sporadisch die Scheiben beschlagen, da die Klimaanlage ausgeschaltet wird.

Es war keine Schnellladestation in der Nähe, bedeutet, wir hätten mindestens 30 Minuten laden müssen bzw. 1 Stunde um sicher nach Hause zu kommen. Also probierte ich für 10 Minuten den Rangeextender aus. Im Heck begann ein surren und und sie Reichweite nahm stetig zu, aber langsam. Der Extender schafft es, die Energie die verbraucht wird zu erzeugen. Nach der Zeit schaltete ich den wieder ab. Es dauerte nicht lange, gut 10 km vor dem Ziel, schaltete der Extender sich wieder zu. Er ließ sich nicht mehr ausschalten, da das System ihn angefordert hatte.

So erreichten wir dann unser Ziel ohne weiteren Ladestopp. In der Tiefgarage wurde gleich geladen. Die Ladedauer wurde mit gut 6,5 Stunden angegeben, also für Travemünde früh genug.

Travemünde Trip

macht nicht satt, aber neugierig